Donnerstag, 2. August 2012

Teil 10 [Freitag]


,,Nerv mich nicht." sagte ich, als Basti mich zum Aufstehen animieren wollte. Er lachte kurz und gab mir einen Kuss auf die Wange. Ich hörte wie sich seine Schritte von mir entfernten und ich fiel wieder in den Halfschlaf. Ich hatte diese Nacht auf der Couch geschlafen, da ich beim Film gucken eingeschlafen war, ob Basti in seinem Zimmer geschlafen hatte, wusste ich nicht, weil er schon früher wach war, als ich. Basti kam wieder ins Wohnzimmer und schaltete den Fernsehr an.

Im Anschluss des Lärmes den Basti veranstaltete, indem er die Fernbedienung fallen lies, riss ich meine Augen auf und starrte Basti erschrocken an. ,,Tut mir leid. Ich wollte dich nicht wecken." Basti setzte ein planloses Lächeln auf. Ich setzte mich hin und starrte verträumt auf den Fernsehr. Ich hatte nicht drauf geachtet, was sich Basti für eine Sendung ansah, dafür war ich noch zu müde.
,,Wo du schon wach bist. Warte mal eben." Mit seinen funkelden Augen sah er mich an und ging in die Küche. Es roch nach Essen, wonach genau konnte ich nicht definieren. Nach ein paar verträumten Minuten kam Basti wieder und nahm mich an die Hand: ,,Komm mit." Ich stand auf und das erste was ich machte war hinfallen. Ich lag auf dem Boden und grinste vor mich hin: ,,Oh man." Ich sah Basti zu wie er sich amüsierte. Nach einiger Zeit hiel Basti mir, immernoch breit grinsend, seine Hand hin. Ich schlug leicht gegen sie und stand selbstständig auf. ,,Jetzt brauch ich deine Hilfe auch nicht mehr." lachte ich. ,,Du hättest mich auch festhalten können." stupste ich ihn von der Seite. Er lachte noch einmal kurz und griff dann wieder nach meiner Hand. Wir gingen zusammen in die Küche und Basti zog einen Stuhl vom Tisch: ,,Setz dich." Ich setzte mich und kurz darauf stellte Basti einen Teller vor mich hin, auf ihm lag ein Spiegelei, aber nicht irgendeins. Es war ein Spiegelei in Herzform: ,,oooooh." staunte ich und sah Basti mit aufgerissendem Mund an. Sein ganzes Gesicht strahlte. Die Überraschung war ihm aufjeden fall gelungen. ,,Du bist so süß." sagte ich zu Basti, der dazu nichts zu sagen hatte.
Ich fing an zu essen und dass Basti mich dabei genau beobachtete entging mir nicht. Ich sah auf mein Teller und musste plötzlich grinsen. ,,Was ist los?" wurde ich gefragt. ,,Du guckst mich so süß an." antwortete und aß weiter.
,,Willst du nichts essen?" fragte ich Basti im Anschluss. Er antwortete mir, dass er schon länger wach war und schon gegessen hatte. Ebenfalls wurde ich von ihm gefragt, ob ich noch etwas zuessen haben wolle, aber ich verneinte diese Frage, da ich in letzter Zeit nie richtig viel Hunger hatte. Wir standen auf und Basti fing an zu erzählen: ,,Ich hab dir im Badezimmer ein Handtuch und so hingelegt, falls du duschen möchtest." Ich bedankte mich bei ihm und fragte, ob es für ihn okay wäre, wenn ich jetzt sofort duschen gehen würde. Er sagte, dass es kein Problem für ihn wäre und so ging ich ins Bad. In der Zeit, in der ich duschen war, räumte Basti das Geschirr in die Spühlmaschine und chillte sich dann auf die Couch um Fernsehr zu gucken.

Fertig mit duschen und umziehen, ging ich aus dem Bad. Im Wohnzimmer stehen, erwartete mich Basti, der sagte, als er seine Jogginghose und den gelben Adidas-Pullover an mir sah: ,,Hat ja schon style." Lachend ging ich zu, bedankte mich lächelnt und gab ihm einen Kuss. ,,Was wollen wir heute machen?" sprach er mich an. ,,Weiß nicht. Wozu hast du Lust?" Strahlend sah Basti mich an: ,,Ich hab da so ne Idee." Beeistert starrte ich ihn an: ,,Und die wäre?" Basti stupste mit auf die Nase: ,,Das bleibt eine Überraschung." Er ging an mir vorbei und sagte, dass ich mitkommen solle. Das tat ich und ging nach Basti in sein Zimmer. Ich setzte mich auf Basti's Bett und träumt vor mich hin. Basti fing an in seinem Zimmer nach etwas zu suchen. Kurz drauf hatte er eine Tasche in der Hand, in der er eine Kuscheldecke und andere Sachen steckte: ,,Was wird das?" fragte ich Basti lachend. Basti wandte seinen suchenden Blick zu mir: ,,Warte es doch einfach ab und komm mit." Ich sprang vom Bett auf und rannte Basti hinterher. Basti betrat die Küche. Ich dagegen wartete an der Tür und sah Basti, wieder mal, zu was er alles in die Tasche packte. Er wühlte in ein paar Schränken rum und legte dann jede Menge Süßigkeiten in die Tasche, dann packte er noch etwas Trinken, was er aus dem Kühlschrank genommen hatte, ein und ging mit mir zum Eingangstür. Wir zogen uns die Schuhe an. Basti öffnete die Tür und wollte rausgehen, als ich ihm an die Hand packte und fragte: ,,Ich soll mit den Anziehsachen rausgehen?" Basti grinste mich breit an und machte mir ein Kompliment: ,,Du siehst damit schön aus." Ich sah ihn beleidigt an und sagte: ,,Haha, witzig. Hast du mich mal angeguckt?" Er versuchte mich nach drauße zu ziehen: ,,Du siehst gut aus und jetzt komm!" Aber ich weigerte mich mitzukommen, woraufhin Basti mich nach draußen trug. Ich war in der Zeit damit beschäftigt zu schreihen: ,,Ey, lass mich los, du Dummkopf."
An der Straße lies Basti mich los, was ich als Chance ergreifen wollte, um zurück zum Haus zulaufen. ,,Vanessa!" sagte Basti und packte mich am Arm. Ich sah ihn unschuldig an und Basti erklärte mir etwas: ,,Du siehst wunderschön aus, egal was du an hast. Außerdem wären viele neidisch, weil du meine Sachen anhast. Jetzt stell dich nicht an und komm mit."

Also zwang ich mich mit Basti's Klamotten durch die Weltgeschichte zu laufen und mich zu blamieren. 'Ich seh aus wie ein Junge." sagte ich leise, als wir an einer Bushaltestelle auf einen Bus warteten. ,,Du bist anstrengend, weißt du das?" sagte mir Basti. Ich setzte einen 'Tut mir leid'-Blick auf und sah Basti an, daraufhin musste er lachen.

Wir stiegen in einen Bus ein und fuhren und fuhren, wohin wusste ich immernoch nicht: ,,Basti, mach es doch nicht so spannend. Wo wollen wir hin?" Er sah mich hin der Seite an: ,,Du brauchst es garnicht versuchen, ich sag es dir nicht. Das einzige was ich dir sagen kann ist, dass es noch ein paar Stunden dauert."
Nach einiger Zeit sah ich Basti an: ,,Dann unterhalte mich wenigstens." Erst war ich ziemlich verwirrt, weil Basti ohne etwas zu sagen sein Handy raus holte und irgendetwas damit machte. Dann aber hielt er mir das Handy und Kopfhörer hin. Ich steckte mir die Köpfhörer in die Ohren und kurz darauf startete das Video, dass auf dem Bildschrim erschien.
Ich sah mir das Video an. Woher hatte Basti gewusst, dass ich das Video noch nicht kannte? Es ging um Basti, denn es war seine erste Single , soviel wusste ich, aber das Video hatte ich mir noch nie angeguckt. Ich versuchte mich in ihn reinzuversetzten. Wie gerne ich auch mal auf einem Steg sitzten und einfach vormich hinsingen würde.

Das Video war zuende, ich zog mir die Kopfhörer aus den Ohren: ,,Wow." ich lächelte ihn an. Als ich ihn aber fragte, wer das Mädchen im dem Video sei, da verschwand mein Lächeln. 'Es ist irgendjemand. Ich kannte sie nicht mal richtig. Sie ist eine, die in vielen Musikvideos mitspielt. So eine Art Schauspielerin." erklärte Basti und küsste mich. ,,Im Vergleich zu dir ist sie niemand." Ich schenkte Basti ein Lächeln und der Bus hielt an. Ich wurde von Basti aus dem Sitz gezerrt: ,,Wir müssen hier raus." ,,Is ja gut." antwortete ich und flüchtig hüpfte ich aus dem Bus.
,,Und jetzt?" fragte ich und sah mich um. Basti sah sich einen Busplan an und antwortete: ,,Wir müssen eine Weile warten und dann den nächsten Bus nehmen."

Der nächste Bus, der an der Bushaltestelle hielt war unserer, wir stiegen ein und suchten uns einen freien Platz. Kaum saßen wir auf unseren Plätzen, legte ich meinen Kopf auf Basti schulter und schlief ein. Ich weiß nicht wieso ich so müde war, aber schlafen schadet ja nicht.
,,Psst." flüsterte Basti mir zu und bewegte seine Schulter. Ich sah ihn fragend an: ,,Wir müssen jetzt gleich aussteigen."

Basti führte mich viele Straßen entlang. Die Sonne knallte auf mich, ich hatte Durst und wir war unendlich heiß. Nachdem ich mich bei Basti beschwert hatte, gab er mir den Vorschlag, auf den ich eigentlich auch selber hätte kommen können, den Pulli auszuziehen. Ich packte den Pullover in die Tasche, die Basti auf dem Rücken trug und gab ein überraschtes 'Hey' von mir. Basti grinste mich an, als er sah, dass ich auf sein T-shirt, das ich anhatte, zeigte. Er wusste, dass ich gemerkt hatte, dass es genau das T-shirt war, was er auch beim Videodreh von Hard to love you anhatte.

,,Wie lange noch?" quängelte ich, wie ein Kleinkind, nachdem wir schon zich Straßen abgebogen waren. ,,Jetzt gleich." gab Basti mir zur Erklärung. ,,Du musst mir jetzt vertrauen. Mach deine Augen zu und nimm meine Hand." sagte er zum weiteren.

Wir gingen noch eine Weile, ich schätze fünf Minuten, eine Straße entlang. Wo wir waren, konnte ich nicht sehen, da ich Basti's Befehl befolgt hatte und jetzt Hand in Hand mit ihm, mit geschlossenen Augen, irgendwo herschlenderte.
Plötzlich fühlte ich etwas weiches unter mir. ,,Basti, wo sind wir?" lachte ich. Dass er grinste, hörte ich am sprechen: ,,Das wirst du gleich sehen." Basti machte eine Pause und redete dann weiter. ,,Eigentlich hatte ich bei diesem Wetter mehr Menschen erwartet, aber hier ist ja kaum jemand." Ich blieb stehen, meine Augen immer noch geschlossen: ,,Sind wir an einem Strand, Basti?" Er zog an mir und sagte: ,,Psst, sei leise und komm mit." Ich war leise und folgte ihm weiterhin. ,,Achtung. Nicht erschrecken." warnte mich Basti und führte mich auf einen hölzernen Untergrund. ,,So, jetzt darfst du deine Augen aufmachen, aber langsam!" erklärte mir Basti, nachdem er mich gestopt hatte und jetzt hinter mir stand. Still sah ich mich um. Ich schaute in alle Richtungen. Weit und breit war keiner zusehen. Wir waren ganz alleine. Nur Basti und ich. ,,Womit hab ich das verdient und womit hab ich dich verdient?" staunte ich und drehte mich anschließend zu ihm um. ,,Du musst dir in deinem Leben nicht alles verdienen, machmal kommt das Schicksaal und schmeißt dir das Glück vor die Füße. Ob du es aufhebst und in deinem Leben verwendest ist deine Sache." Ich grinste Basti an: ,,Ich weiß nicht wo du immer so spontan diese süßen Sprüche hernimmst, aber wo du recht hast, hast du recht." Ich sah ihn eine Weile an und dachte nach, dann erklärte ich ihm: ,,Alleine hätte ich es nicht geschafft. Du hast mir dabei geholfen, mein Glück anzuwenden." Basti schänkte mir einen verliebten Blick und setzte seinen Rucksack ab. ,,Setz dich doch." sagte Basti. Er lies sich sinken und sah zu mir hoch. Ich lies mich ebenfalls auf den Steg sinken und zog mir meine Schuhe aus. ,,Was machst du?" fragte mich Basti. Ich sah Basti mit schrägem Kopf an: ,,Du schleppst mich hier hin und fragst mich, was ich mache, wenn ich mir die Schuhe ausziehe? Basti,guck mal vor dich. Da ist Wasser." Lachend hielt ich meine Füße ins Wasser. ,,Sorry, ich hab mich nur gefragt wieso du dir die Schuhe ausziehst,wenn du gleich sowieso mit allen Klamotten im Wasser landest."
,,Ich wahne dich. Wehe du schmeißt mich rein. Du wirst es bereuen, das schwör ich dir." lachte ich und rutschte von Basti weg. ,,Bleib da, meine Güte." lachte ich, weil Basti nachrutschte. ,,Nö." lachte Basti zurück und versuchte mich ins Wasser zuschupsen. ,,Ey. Verpiss dich." sagte ich ernst und schupste ihn weg. Ich stand auf und entfernte mich einen Schritt von Basti. ,,Bist du jetzt wirklich sauer?" sah mich Basti mit großen Augen an. ,,Nö." lachte ich und schubste ihn ins Wasser. ,,Gehts? Oh mein Gott, Vanessa." rief Basti und schwung sich wieder auf denn Steg. ,,Guck mich doch mal an." lachte er und wrang sein T-shirt aus, was er ausgezogen hatte. ,,Du wolltest mich reinschmeißen und heulst jetzt rum." lachte ich und setzte mich hin. Basti erklärte mir, dass er mich doch nie im Leben ins Wasser geschmissen hätte. ,,Sah eben aber ganz anders aus." erwiderte ich. Nichts ahnend stellte sich Basti neben mich, als er aufeinmal sein T-shirt über mir auswrang. ,,Warte mal kurz." lachte ich und sah auf mein Handy. ,,Was ist denn los?" Basti setzte sich neben mich und wühlte in seinem Rucksack. ,,Meine Mutter hat mich angerufen und mir ne sms geschickt. Ich hab voll vergessen der zu sagen, wo ich bin." Basti sagte, dass ich es jetzt tun sollte. Ich schrieb meiner Mutter eine kurze sms, dass es mir gut geht und dass ich bei Basti wäre. ,,Hunger?" fragte mich Basti und hielt mir Kekse hin. ,,Bei Kekse brauchst du mich nicht fragen,ob ich hunger habe, die ess ich auch mit vollem Magen." lachte ich und nahm mir einen Keks. ,,Warte mal eben." sagte Basti, nachdem er sein Handy aus der Tasche geholt hatte. Er nahm den Anruf an und meldete sich: ,,Hallo?" er sah mich verwirrt an und sprach dann nochmal: ,,Wäre echt nett wenn du mit mir reden würdest." Ich hörte nicht was der jenige an der anderen Leitung sagte, aber Basti machte mir klar wer mit ihm sprach. ,,Wieso bist du so aufgeregt und wer bist du?" fragte Basti. ,,Welche Lisa?" fragte er, als ich mir gerade einen Keks aus der Packung nehmen wollte, aber meinen Arm wieder zurück zog. Ich biss mir auf die Lippen und dachte Basti nicht mehr an. Er kannte also doch keine Lisa?
,,Ich muss auflegen. Könntest du bitte meine Nummer löschen?" sagte Basti und legte auf. Mein einziger Gedanke war, dass ich einfach so tun müsste als wär garnichts passiert. Ich setzte einen grinstenden Blick auf und nahm mir einen Keks. Unbewusst kaute ich vor mich hin und dachte an Lisa. Dabei merkte ich nicht, dass ich scheinbar nicht gerade angebracht guckte. ,,Kennst du eine Lisa?" fragte mich Basti.
Schnell sah ich zu ihm rüber und schüttelte lachend meinen Kopf. ,,Wieso hast du dann so geguckt?" Ich ging mit einer Hand durch meine Haare und fragte anschließend: ,,Wie soll ich denn geguckt haben?" Basti machte es vor und fing dann an zu lachen. ,,Genau so hast du geguckt." Ich wurde von Basti's Lache angesteckt. Kurz darauf kam mir der Gedanke, dass ich Basti die Wahrheit sagen müsse,selbst wenn Basti nicht drauf kommen würde, dass ich was mit der Sache zutun habe, würde ich Schuldgefühle haben. ,,Ehm Basti? Die Lisa da. Du kennst die nicht oder?" Basti sah mich an, als hätte ich nicht in seiner Sprache gesprochen: ,,Wieso? Ist doch egal wer das war.Interessiert mich auch nicht wirklich. Aber ich hasse es, wenn irgendwelche Leute meine Nummer weiter geben." Ich sah ihn änstlich an: ,,Bist du sauer auf die, die deine Nummer weiter geben?" Basti verstand in diesem Augenblick nicht sehr viel. ,,Nein, keine Ahnung. Kommt drauf an, wer es ist." Ich lächelte aufgesetzt und sagte leise: ,,Ich wars." Basti sah mich so an, als hätte ich ihm gerade gestanden dass ich schwanger wär oder sowas in der Art. ,,Es tut mir leid. Sie hat gesagt, dass sie eine Freundin von dir ist und hat mir so eine Geschichte aufgetischt und dann hab ich ihr eben deine Nummer gegeben." Auf unerwartende Weise sprang Basti auf und fragte mich: ,,Ist dir heiß?" Ich sagte ihm, dass es in der Tat so sein, als Basti auf einmal rief: ,,Rache ist süß!" Er hob mich hoch und schmiss mich samt Anziehsachen ins Wasser. ,,AAAAAAAAAAAAAH." War das einzige was ich zu stande brachte bevor ich baden ging. ,,Bist du Bekloppt?" fragte ich ihn und versuchte mich aus dem Wasser zu retten. ,,Ich hab dich sogar indirekt vorgewahnt." lachte er und drehte sich weg.
Langsam näherte ich mich ihm Basti und umarmte ihm von hinten. Erschrocken versuchte Basti sich zu befreien, aber ich klammerte mich an ihn. ,,Das hast du davon." lachte ich und wischte mein Gesicht an seinem Rücken ab. Ich lies ihn los und fing ohne Grund an zu lachen. Ich lies mich auf den Steg fallen und legte mich auf den Rücken: ,,Ich kann nicht mehr." Basti sah mich von oben an, er hatte einen Blick drauf, der so aussah als wollte er mich fragen, warum ich lache. Ich zuckte mit den Schultern und setzte mich hin. ,,Bist du high?" wurde ich von Basti gefragt. Ich nahm einen Keks in die Hand und warf Basti damit ab: ,,Haschkekse sind gut, Herr Wurth." Jetzt lachte auch Basti. ,,Ihre sogenannten Haschkekse sind zum essen da, also bitte ich sie mich nicht damit abzuwerfen, Frau Wurth." Ich guckte verwundert: ,,Wurth?" Basti setzte sich neben mich: ,,Wenn wir heiraten, musst du auch meinen Namen annehmen." Lächelt sah ich ihn an: ,,Mit dem größten Vergnügen. Du weißt was man macht wenn man heiratet?" Basti sah mich so an als wüsste er es nicht. Meine Blicke wechselten solange zwischen Augen und Lippen bis Basti mich verstand und mich küsste. Er löste sich von mir: ,,Ich liebe dich." Ich sah ihm in die Augen, lächelte und wir müssten uns zum wiederholten Mal. ,,Ich dich auch." Nur einige Zentimeter entfernt von einander schauten wir uns an. Ich hatte bisher nicht viel von dem Spruch 'Blicke sagen mehr als Worte' gehalten, aber in dem Augenblick wurde mir klar, dass es wahr war. Ich brauchte nur in Basti's Augen zugucken und sah, dass es stimmte was Basti mir sagte. Er liebte mich wirklich. Mein Handy fing an zu klingeln, aber ich regte mich nicht. ,,Willst du nicht dran gehen?" fragte mich Basti. Ich holte das Handy aus meiner Hosentasche, warf einen Blick drauf und legte es verkehrt herum auf den Steg: ,,Nein, möchte ich nicht." Basti fragte nicht weiter nach, wieso ich das nicht tat. Worüber ich auch glücklich war. Ich wurde stattdessen von ihm gefragt, ob ich Durst hätte. Er schenkte uns Eistee ein. Mit ehrlichem Interesse fragte ich ihn: ,,Wie viele Freundinnen hattest du eigentlich schon?" Er sah mich, schon fast erschrocken, an: ,,Also wenn du in einer festen Beziehung meinst, dann zwei. Du?" Ich grinste ihn an: ,,Drei. Aber die erste war eher eine Kinderbeziehung. Das war in der vieren Klasse. Ich weiß nicht ob das zählt." Basti fing leise an zu lachen: ,,Du hattest also drei Freundinnen? Aha. Bin ich also eine Alibibeziehung, dass nicht auffällt, dass du auf Frauen stehst?" Erst wusste ich nicht was er von mir wollte, aber dann versuchte ich mich zu verteidigen: ,,Nein, nein, nein, nein! Ich meinte natürlich Freund." Lachend sah ich in den Himmel. ,,Machst du das auch mal mit mir, Schatz?" ,,Hä? Was soll ich mit dir machen?" Ich zeigte auf den Heißluftballon der über uns flog: ,,Na das." Basti sah mich von der Seite an, das sah ich im Blickwinkel. Erst schüttelte er den Kopf und dann nickte er. Er öffnete den Mund als wollte er was sagen und genauso schloss er ihn wieder. Ich fing an zu grinsen, immernoch in den Himmel guckend fragte ich ihn, ob er Höhenangst habe. ,,Öhm, nö." war das einzige was er dazu sagte. ,,Doch hast du." lachte ich und bettelte ihn an: ,,Komm schon. Bitte, bitte, bitte." Basti sah mich mit schrägen Kopf auf, lächelte und sagte: ,,Mal sehen." ,,Das heißt sowieso nein!" lachte ich und machte einen Schmollmund. Dazu sagte Basti nichts mehr, was für einen kleinen Augenblick Ruhe sorgte. Ich sah mir die Gegend an und genoss die schöne Sommerluft. Mir fiel ein, dass ich zuvor bei Leona war, was dazu führte, dass ich an meinen Geburtstag erinnert wurde. Das wiederum brachte in Erinnerung, dass ich die Einladungen bei ihr vergessen hatte. ,,Kommst du eigentlich zu meinem Geburtstag?" fragte ich Basti. Ich lies ihn keinerlei wärme in meiner Stimme spüren. Da ich nicht zu Basti rüber sah wusste ich nicht, ob Basti mich an sah oder mit etwas anderem beschäftigt war: ,,Wenn du mir verrätst wo und wann, dann komme ich. Ich wüsste nämlich nicht, wieso ich nicht kommen sollte." Ich sagte ihm, dass die Party, am Samstag, bei mir Zuhause steigen wird. Es dauerte einige Sekunden bis Basti zu Wort kam: ,,Ist bestimmt toll für dich zu wissen, dass du Sechzehn wirst. Also ich hab mich tierisch über meinen sechzehnten gefreut und bin anschießend auch richtig ausgerastet." Ich sah Basti an, aber ich vermied es zu lächeln: ,,Ich freu mich auch auf meinen Geburtstag, aber sicherlich nicht so doll wie du dich gefreut hast. Es ist schön wieder alle Freunde zu sehen, aber sonst ist der Geburtstag wie jeder andere auch." Basti lachte kurz und fragte mich dann, welcher normale Mensch sich nicht über seinen sechzehnten Geburtstag freut. Das war aber nicht alles was er sagte: ,,Hallo? Schatz, wach auf. Du wirst Sechzehn!" Die Betonung lag auf Sechzehn und er wiederholte es nocheinmal: ,,Sechzehn!! Du darfst soviel machen, was du vorher nicht durftest. Ich komm nicht auf dich klar." Leicht angenervt sagte ich: ,,Ja, ich hab es verstanden, aber nur weil ich sechzehn werde heißt das nicht, dass ich mich jetzt besaufe. Vielleicht ist das dein Ding, meins auf jeden Fall nicht und überhaupt hab ich keine Lust sechzehn zu werden." Basti sah mich mit zuckenden Schultern an und schüttelte den Kopf: ,,Ich hör lieber auf dich zu verstehen. Das endet noch im Streit." Ich wollte ihm zustimmen, als mein Handy erneut anfing zu klingeln. Ich sah nicht hin und nahm es auch nicht in die Hand um dran zugehen oder um zu gucken, wer anrief, denn die Antwort kannte ich bereits. ,,Geh doch ran. Mich stört es nicht, wenn du eben telefonierst." erklärte Basti mir, doch ich schüttelte den Kopf und nahm meinen Becher, um etwas zu trinken. Aufeinmal griff Basti nach meinem Handy. Meinen Becher lies ich fallen und versuchte ihm das Handy weg zu nehmen. Ich schlug auf Basti's Hand und zog an dem Handy. ,,Was ist bitte in dich gefahren?" wurde ich gefragt. ,,Dich hat einfach nicht zu interessieren, wer da dran ist." Basti sah mich begriffsstutzig an: ,,Du vertraust mir nicht mal an, wer dich anruft? Vertraust du mir dann überhaupt?" Ich sah ihn traurig an. ,,So hatte ich das doch nicht gemeint. Natürlich vertraue ich dir, nur.." an der Stelle wurde ich von Basti unterbrochen: ,,Geh verdammt nochmal ans Handy oder ich schmeiß es ins Wasser." Es war nicht mein Ziel, dass Basti meinetwegen sauer war, aber manchmal macht man aus der Situation raus etwas falsch. Ich zögerte ein wenig und sah zu Basti rüber. Er kochte förmlich vor Wut. Er sah traurig, gereizt und wütend gleichzeitig aus. Ich stand auf und ging an mein Handy, weil ich Schlimmeres vermeiden wollte. Ich wollte immer noch nicht mit dem sprechen, der mich anrief, aber ich tat es Basti zu liebe. Ich hatte mich einige Meter von Basti entfernt und meldete mich mit einem nicht gerade freutlichen: ,,Hallo?" Von meinem Gesprächspartner wurde ich zu getextet. Ich hörte ihn garnicht richtig zu. Ich sah immer wieder zu Basti rüber und dachte darüber nach, ob Basti sehr sauer war oder ob er einfach überreagiert hatte. Aufeinmal dröhnte ein lautes: ,,MEINE GÜTE, ANTWORTE MIR DOCH!" in mein Ohr. Ich zuckte vor Schrecken zusammen und stotterte irgendetwas vor mich hin, das trug zur Folge, dass ich erneut angemacht wurde: ,,Jetzt rede mit mir. Ich will dich zurück, Vanessa. Komm zu mir und wir reden nochmal über alles. Es tut mir leid, Schatz." Ich war erschrocken: ,,Hör auf mich Schatz zu nennen. Es ist vorbei, versteh es doch einfach und nein, ich komm nicht zu dir und du wirst auch nicht zu mir kommen. Bleib da wo du bist und ruf mich nicht mehr an. Ich kann mein Leben auch gut ohne dich leben." Ich hatte gehofft, dass Basti nichts von dem Gespräch mit bekam, aber darüber konnte ich nicht lange nachdenken, da ich wieder angeschriehen wurde: ,,Meinst du, du kannst machen was du willst, wenn du meine Freundin bist?" Ich musste mich mit meiner Wut zurück halten, damit Basti weiterhin nichts mitbekam: ,,Max, ich WAR deine Freundin, also lass mich gefälligst in Ruhe." Ich musste mir anhören, was ich für eine Schla*** wäre und dass ich dran Schuld bin, dass Max früher Schluss gemacht hatte, als ich schlecht drauf war, weil meine Oma gestorben war. ,,Du hast bestimmt einen Neuen, mit dem du rummachst und wenn es dir zuviel wird, dann gehst du wieder, stimmts?" Ich hielt mir die Hand vor den Mund und Tränen rollten über meine Wangen. ,,Wieso machst du das? Lass mich in Ruhe." Ich schluchste, was ich lieber vermieden hätte. Basti drehte sich ruckartig zu mir um, stand auf und kam auf mich zu. Basti nahm mir vorsichtig mein Handy aus der Hand und hielt es an sein Ohr. Er sagte nichts, anscheid hörte er zu, was Max vor sich her stammelte, aber aufeinmal meldete er sich zu Wort: ,,Hör mal. Du brauchst dich hier nicht wie der Obermacker aufführen und so tun, als würden dich alle Mädchen anhimmeln. Geh einfach dahin wo du hergekommen bist und lass Vanessa inruhe." Er legte auf und nahm mich in den Arm: ,,Es tut mir leid." Ich schaute ihn an: ,,Du brauchst dich nicht endschuldigen, du kannst nichts dafür." Basti drückte mir einen Kuss auf die Lippen: ,,Ich hab dir aber gesagt, dass du ans Handy gehen sollst und ich war nicht da, als er dich beleidigt hat und egal was er sagt, es stimmt nicht. Du bist das wunderbarste Mädchen, dass ich kenne." Wieder schluchtste ich auf und drückte mich fest an Basti.
,,Schwimmen?" sagte ich nachdem ich mich wieder beruhigt hatte und lächelte ihn an. Er lächelte zurück und begann sein T-shirt auszusiehen. Ich nahm Basti's Hand und wir stellten uns an den Stegrand. Ich sagte ungläubig: ,,Du springst sowieso nicht." Basti sah mich lachend an: ,,Und was ist wenn ich das wirklich nicht tu?" Mit einem Schmollmund sah ich ihn an. ,,Okay, okay. Ich springe, wenn du springst." versprach mir Basti. Zusammen zählten wir bis drei.
,,Oh man, Basti!!" rief ich Basti zu, der lachend auf dem Steg stand. ,,Jetzt bist du mir was schuldig." ermahnte ich ihn. Ich stieg auf den Steg und stellte mich vor Basti: ,,Siehst du den Unterschied? Ich bin Nass und du Trocken. Wo liegt der Fehler, mein Freundchen?" lachte ich und stämmte meine Hände in die Hüfte. Basti redete mit mir und er gab mir zwischen jedem Wort ein Kuss: ,,Es-tut-mir-leid-Schatz." Ich grinste kurz und schüttelte anschließend meinen Kopf, was bedeuten sollte, dass das für eine Entschuldigung nicht reichte. Daraufhin stellte Basti sich an den Rand vom Steg, so dass sein Rücken zum Wasser zeigte und streckte die Arme aus: ,,Los, schups mich." Ich ging ein Schritt zurück: ,,Nein, werde ich nicht." Basti sah mich verwirrt an und ich setzte fort. ,,Du ziehst mich dann mit rein, ich kenn dich. Tja, mein Lieber, ich hab dich durchschaut." Basti kam breit grinsend auf mich zu und hielt mich fest: ,,Dein Talent mich zu durchschauen hat dir in diesem Fall aber nicht viel gebracht." Er schliff mich mit zum Rand und lachte: ,,Luft anhalten, sonst wirds unangenehm." Basti zählte leise bis drei und sprang mit mir ins Wasser. ,,Haha, du bist doch doof." sagte ich und wollte mich an Basti festklammern, der aber schwamm vor mir weg. ,,Du bist aber ein Styler!" lachte ich, was Basti natürlich wieder mal nicht verstand und ich machte ihm nach. Ich sah nach links und drehte meinen Kopf dann schwungartig nach recht, sodass alle meine Haare in meinem Gesicht hingen. Basti lachte mich aus und sagte, dass er das viel besser könne. Basti spritzte mich mit Wasser voll, was er natürlich zurück gekam. Ich schwomm zu Basti, der ein paar Meter von mir weg war. ,,Du bist blöd, dumm, unhöflich und unbeliebt, vorallm bei mir und trotzdem liebe ich dich." grinste ich hinterhältig. ,,Oh, danke dass du mich liebst, dass kann man nach deinen vielen Komplimenten sichtlich besser glauben." lachte Basti und küsste mich. Ich lachte mit ihm und klärte ihn dann auf: ,,Also dass du dumm bist, das stimmt in gewisser Weise ja schon, aber das andere war gelogen." Ich sah ihm breitgrinsig an und Basti fragte mich, weshalb er dumm ist: ,,Warum das denn? Der schlauere von uns beiden, bin ja wohl ich." Ich zog eine Augenbraue hoch und lachte: ,,Erinnerst du dich an die Zettel die du geschrieben hast und an die Rechtschreibfehler?" Er sagte mir, dass wir uns auf den Steg setzen sollten, bevor wir weiter reden konnten. Nachdem wir uns nebeneinander gesetzt hatten, sodass wir unsere Füße ins Wasser halten konnten, fing Basti erneut an zu reden: ,,Schätzchen, ich glaub kaum, dass du besser hättest schreiben können, in meiner Situation." Er sah mich leicht lächelnd an und nahm meine Hand in seine. ,,Und ob ich das gekonnt hätte!" lachte ich ihn und stellte ihm die Frage, die ich ihm schon länger stellen wollte: ,,Was hast du eigentlich in deinem Zimmer gemacht?" Er löste seine Hand von meiner und legte sie auf seinen Schoß. Er sah unentschlossen zu mir rüber: ,,Damals wusste ich nicht wie ich handeln sollte. Ich wollte dich zwar bei mir haben, aber ich wusste nicht wie ich mit dir umgehen sollte. Meine Stimme war sowieso schon angeschlagen, weil ich sie zu belastet war, aber dass du auch noch bei mir aufgekreuzt bist, dass war echt hart für mich und wo die anderen Symtome herkommen, dass lag wohl am Stress und deswegen bin ich in mein Zimmer geflüchtet, aber das ist jetzt auch egal. Es ist vorbei, mir geht es gut und alles ist super." Er lächelte mich an und gab mir einen Kuss.

Wir setzten uns auf die Decke und ich bediente mich an allem was sich darauf befand. Ich trank Eistee und aß ein paar Kekse . Basti hingegen saß einfach nur da und schaute durch die Gegend. Ich fragte ihn zwischendurch, ob er auch einen Keks möchte und bot im Trinken an, aber nichts nahm er an. ,,Ist irgendwas los?" fragte ich Basti mit vollem Mund, dafür entschuldigte ich mich, nachdem ich aufgekaut hatte. Er sagte mir, dass er einfach nur etwas müde sei und sich gerade Gedanken darüber machte, wo wir schlafen sollten.

,,Mir ist kalt." sagte ich, während ich den letzten Keks verdrückte. Basti holte den Pulli aus der Tasche und gab ihn mir: ,,Zieh den doch an." Ich stellte mich hin und tauschte mein nasses T-shirt mit dem Pullover und legte das T-shirt auf den Steg in die Sonne. Danach kuschelte ich mich an Basti, der sich in den Rest Sonne gelegt hatte. ,,Wir schlafen einfach hier." warf ich irgendwann ein und genoss die letzten Sonnenstrahlen, die über das Meer schienen. Nach einiger Zeit erhob ich meinen Kopf von Basti's Brust und schaute zu ihm hoch, anschließend grinste ich, da er schon eingeschlafen war. Ich legte meinen Kopf wieder auf Basti und schlief genüsslich ein.